Drei Mädchen
Sie haben sich ent­schie­den, Ihr Kind ein bestimm­tes Gymna­sium in Berlin besu­chen zu lassen und deshalb die Auf­nahme an diesem Gymna­sium bean­tragt. Wenn Ihr Kind an diesem Gymna­sium nicht berück­sich­tigt wird, erhal­ten Sie eine Ableh­nung des zustän­di­gen Schul­amts.
Diese Ableh­nung muss nicht das endgül­tige Aus für die Auf­nahme an dem gewünsch­ten Gymna­sium bedeu­ten. Gegen die Ableh­nung kann Wider­spruch einge­legt werden, um doch noch den gewünsch­ten Schul­platz an dem Gymna­sium Ihrer Wahl zu bekom­men.
Der Wider­spruch muss inner­halb eines Monats nach Bekannt­gabe der Ableh­nung einge­legt werden. Dieser Hinweis findet sich grund­sätz­lich in der Rechts­be­helfs­be­leh­rung, welche sich am Schluss des Ableh­nungs­be­schei­des befin­det.
Eine Begrün­dung des Wider­spruchs ist zwar nicht zwin­gend erfor­der­lich; denn das Schul­amt muss den Wider­spruch von Amts wegen über­prüfen. Aller­dings wird das Schul­amt in der Regel keine Ver­an­las­sung sehen, einem nicht oder nicht hin­rei­chend begrün­de­ten Wider­spruch weiter nach­zu­ge­hen und sich auf die Begrün­dung der vor­an­ge­gan­ge­nen Ableh­nung bezie­hen.
Aus diesem Grund sollte sich der Wider­spruch nicht nur mit den im Ableh­nungs­be­scheid genann­ten Gründen aus­ein­an­der­set­zen, sondern darüber hinaus hin­rei­chend konkret darge­legt werden, aus welchen wei­teren Gründen sich die Ableh­nung als rechts­wid­rig erweist und der gewünschte Schul­platz an dem Gymna­sium der Wahl bereit­zu­stel­len ist.
Es ist daher ratsam, sich recht­zei­tig vor allem fach­kundig beraten zu lassen. Als Fach­anwalt für Ver­wal­tungs­recht mit Spe­zi­a­li­sie­rung auf das Schul­recht in Berlin kennen wir die Maß­stäbe, nach denen der gewünschte Schul­platz in Berlin trotz Ableh­nung auch noch im Wider­spruchs­ver­fah­ren mit Erfolg durch­ge­setzt werden kann. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir beraten Sie gerne. Rechts­an­walt Jakubietz ist Spezi­alist im Bereich Schul­recht Berlin, hierbei ins­be­son­dere in Fällen der Ableh­nung eines Schul­plat­zes am Gymna­sium tätig

Änderungen beim Übergang in die weiterführende Schule in Berlin

Mit der Neu­re­ge­lung des Ber­liner Schul­ge­set­zes ent­fällt ab dem Schul­jahr 2025/ 2026 das bishe­rige Probe­jahr am Gymna­sium. Dies führt zu Ände­rungen des Auf­nah­me­ver­fah­rens an Gymna­sien.

Aufnahme­verfahren am Gymnasium

Danach ist eine Auf­nahme in Klas­sen­stufe 7 an Gymna­sien in Berlin nunmehr grund­sätz­lich von der För­der­pro­gnose der zuletzt besuch­ten Schule abhän­gig. Bei einer Durch­schnitts­note bis 2,2 wird eine Empfeh­lung für das Gymna­sium aus­ge­spro­chen.

Für Eltern, die ihr Kind ent­gegen der Empfeh­lung der Grund­schule an einem Gymna­sium in Berlin anmel­den wollen, hängt die Auf­nahme am Gymna­sium nunmehr von einer Eig­nungs­fest­stel­lung, also dem Beste­hen eines Pro­be­un­ter­richts am Gymna­sium ab. Dies gilt auch für Kinder, deren Geschwis­ter bereits Auf­nahme an dem gewünsch­ten Gymna­sium in Berlin gefun­den haben.

Die Anmel­dung für den Pro­be­un­ter­richt erfolgt bei der zuletzt besuch­ten Grund­schule oder Gemein­schafts­schule. Er umfasst hierbei schrift­li­che Leis­tungen in den Fächern Deutsch, Mathe­matik, erste Fremd­spra­che - und nunmehr - auch Leis­tungen in Gesell­schafts- und Natur­wis­sen­schaf­ten.

Schü­le­rin­nen und Schüler, die den Pro­be­un­ter­richt erfolg­reich durch­lau­fen haben, werden im Falle eines Bewer­ber­über­han­ges ent­spre­chend der Durch­schnitts­note der För­der­pro­gnose in eine Rangliste auf­ge­nom­men, sofern das Gymna­sium diese als Aus­wahl­kri­te­rium (vgl. § 6 Abs. 3 Sek I-VO Berlin) fest­gelegt hat.

Einungsfeststellung grundsätzlich angreifbar

Die Ergeb­nisse einer der den gestell­ten Anfor­de­run­gen nicht genü­genden Eig­nungs­fest­stel­lung sind im Falle einer Ableh­nung im Wege des Wider­spruchs bzw. einer Schul­platz­klage anfecht­bar.

Dies setzt einen Fehler bei der Durch­füh­rung des Pro­be­un­ter­richts, dessen Auswer­tung oder der Bewer­tung der gefor­der­ten Kom­pe­ten­zen des Kindes voraus, auf­grund derer ein Anspruch auf Auf­nahme an dem gewünsch­ten Gymna­sium in Berlin bzw. auf weitere Berück­sich­ti­gung im Auf­nah­me­ver­fah­ren oder auf Neu­über­prü­fung der erfor­der­li­chen Kennt­nisse besteht.

Ablehnung auch im Übrigen angreifbar!

Schü­le­rin­nen und Schüler, die eine den Leis­tungs­an­for­de­run­gen genü­gende För­der­pro­gnose erhal­ten (bis 2,2), und dennoch abge­lehnt wurden, können sich gegen die Ableh­nung eben­falls mittels Wider­spruchs bzw. Schul­platz­klage wehren.

Dies erfor­dert eine Feh­ler­su­che im Wider­spruchs­ver­fah­ren, der Gewich­tung auf­ge­deck­ter Fehler und der Beur­tei­lung der daraus sich erge­benden Rechts­fol­gen.

Beratung

Spre­chen Sie uns an! Als Anwalt und Fach­anwalt für Ver­wal­tungs­recht in Berlin beraten wir Sie gerne. Eine erste tele­fo­ni­sche Bera­tung rund um die Eig­nungs­fest­stel­lung an Ber­liner Gymna­sien sowie zu den recht­li­chen Mög­lich­kei­ten einer Ableh­nung bleibt für Sie kos­tenlos.


Weitere Schulplätze 2024/2025 (Auswahl)

Carl-von-Ossietzky-Gymnasium: Schulplatzklage erfolgreich

Das Carl-von-Ossietzky-Gymna­sium in Berlin - Pankow muss weitere Bewer­ber zum Schul­jahr 2024/2025 auf­nehmen.

Nach Ansicht des Ver­wa­lungs­ge­richts Berlin hat das Gymna­sium die für die Vergabe der vor­han­de­nen Schul­plätze zu bil­denden Auf­nah­me­kon­tin­gente falsch berech­net, so dass ein wei­terer Schul­platz zur Verfü­gung zu stellen war.

Ableh­nung Gymna­sium - bereit­ge­stellt von RA Jakubietz - Anwalt für Schul­recht in Berlin

Arndt-Gymnasium Dahlem: Schulplatzklage erfolgreich

Das Arndt-Gymna­sium Dahlem in Berlin muss weitere Bewer­ber zum Schul­jahr 2024/2025 auf­nehmen.

Nach einer aktu­ellen Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Berlin muss das Arndt-Gymna­sium Dahlem einen wei­teren Schüler auf­nehmen. Das Aus­wahl­ver­fah­ren erwies sich als rechts­wid­rig, weil das Schul­amt zu Unrecht ein Bewer­ber­kind auf­ge­nom­men hat.

Dies wurde als Geschwis­ter­kind nach § 56 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 Satz 2 Schul­ge­setz Berlin auf­ge­nom­men, ohne dass es die Auf­nah­me­vor­aus­set­zun­gen erfüllte.

Ableh­nung Gymna­sium - bereit­ge­stellt von RA Jakubietz - Anwalt für Schul­recht in Berlin

Beethoven-Gymnasium: Schulplatzklage erfolgreich

Das Beet­hoven-Gymna­sium in Berlin - Steglitz muss weitere Bewer­ber zum Schul­jahr 2024/2025 auf­nehmen.

Nach Auffas­sung des Ver­wal­tungs­erichts Berlin hat das Gymna­sium die für die Vergabe der vor­han­de­nen Schul­plätze zu bil­denden Auf­nah­me­kon­tin­gente falsch berech­net, sod ass ein wei­terer Schul­platz zur Verfü­gung zu stellen war.

Ableh­nung Gymna­sium bereit­ge­stellt von RA Jakubietz - Anwalt für Schul­recht in Berlin

Janusz-Korczak-Oberschule: Schulplatzklage erfolgreich

Die Janusz-Korczak-Schule in Berlin - Pankow muss weitere Bewer­ber zum Schul­jahr 2024/2025 auf­nehmen.

Nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Berlin hat das Gymna­sium die vor­han­de­nen Schul­plätze rechts­feh­ler­haft ver­geben.

Ableh­nung Gymna­sium - Wider­spruch und Klage - bereit­ge­stellt von RA Jakubietz - Anwalt für Schul­recht in Berlin

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